"Soziale Gerechtigkeit"



Warum eigentlich sollen die nichtakademischen Angestellten und Arbeiter mit ihren Beiträgen den später weit besser verdienenden Akademikern eine Rentenerhöhung durch Anrechnung - der durchweg auch viel zu langen – Ausbildungszeiten finanzieren, zumal gerade diese durch ihren späten Eintritt in die Rentenversicherungspflicht auch noch die Beiträge für alle zusätzlich in die Höhe treiben?

Was soll daran sozial gerecht sein - vor allem dann, wenn man bedenkt, daß die Arbeiter und Angestellten mit ihren Steuern auch noch das Studium und das BaFöG mitfinanzieren?


Nachdem die Rentner nun ihren Pflegeversicherungsbeitrag voll selbst tragen, eine Renten-Nullrunde einlegen und ihre Rente auch grundsätzlich einen Monat später erhalten sollen, werden sie auch noch zusätzlich mit dem Zusatzbeitrag zur Pflegeversicherung belastet. Denn welcher Rentner hat denn noch minderjährige, unterhaltsberechtigte Kinder im Haushalt?

Sozial gerecht?

Der Begriff ist zum Totschlagsinstrument geworden. Er hat inzwischen beste Aussichten zum "Unwort des Jahres" zu werden. Er muß wohl neu definiert werden, wenn er überhaupt noch glaubwürdig wirken soll!



gs