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Vermittlungsproblem
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Das Problem der SPD liegt aber nicht nur in mangelnder Vermittlung. Das eigentliche Problem der SPD liegt viel tiefer: Seit mehr als 30 Jahren hat die SPD Arm in Arm mit den
Gewerkschaften in populistischer Weise Ansprüche geweckt,
gefördert und zum großen Teil auch bedient. Sie hat wohlwollend begleitet, wie die Gewerkschaften die Belastbarkeit der Wirtschaft getestet und sie dabei fast an die Wand gefahren haben. Sie hat die Gewerkschaften bei ihren Kampf um Arbeitszeitsverkürzung bei gleichzeitig überzogenen
Forderungen nach Lohnerhöhungen nachhaltig und wider besseres
Wissen unterstützt, statt Ihnen zu sagen, daß das nicht
gut gehen kann. Jetzt muß die SPD den Wählern und vor allem den Arbeitnehmern klar machen, daß all das falsch war und keine Volkswirtschaft der Welt auf Dauer solche überzogenen Ansprüche befriedigen kann, ohne ernsthaft Schaden zu nehmen. Die SPD hat gewußt oder hätte es als verantwortliche Regierungspartei wissen müssen, daß solche Träume - wenn überhaupt - nur in einer boomenden Wirtschaft möglich sind und bei einer Stagnation oder gar einer Rezession unweigerlich in die Katastrophe führen müssen. Und das macht sie jetzt so unglaubwürdig, daß ihr der Bürger nun auch nichts mehr abnimmt. Hier liegt das eigentliche Problem der SPD! Das muß sie jetzt ausbaden allein und bis zum vielleicht bitteren Ende. Die Union aber, die an der Enstehung mancher Probleme z.B. im Sozialbereich kräftig mitgestrickt hat, sollte sich vorsehen, nicht in die gleiche Falle zu tappen. In einigen Bereichen scheint sie schon auf dem Wege dorthin zu sein. Sie sollte auch nicht vergessen, daß alles, was Rot-Grün an harten, aber notwendigen Maßnahmen unterläßt, nach einem Regierungswechsel unter weit stärkeren Protesten der dann agierenden Opposition von ihr zu erledigen wäre. gs |
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