Bildungsreformen und PISA-Studie

 

 

 

 

Die Deutschen galten einst als das Volk der Dichter und Denker. Deutsche Forscher erhielten Nobelpreise. Deutsche Techniker, Ingenieure und Erfinder waren in der Welt anerkannt und gefragt. Die Deutschen hatten eine Elite. Sie nannten sie nur nicht so – zum Unterschied von anderen Völkern, z.B. den Franzosen, die ihre Besten auch auf Eliteschulen schickten und schicken.

Dann kamen in Deutschland die Gutmenschen. Eliten wurden nun verteufelt. Leistungsdruck wurde geächtet, Leistung war von nun an verpönt.

Es folgten Reformen: Schulreformen, Hochschulreformen, Bildungsreformen. Es kam (und ging) die Ganzwortmethode, die Mengenlehre und die Orientierungsstufe.

Das Ergebnis können wir heute in der PISA-Studie lesen.

Und was passiert nun? Wir machen eine Reform! Z.B. in Niedersachsen eine – Schulreform! Die Orientierungsstufe wird abgeschafft. Und durch die Förderungsstufe ersetzt, was eigentlich nichts Neues ist, sondern nur die Umbenennung der Orientierungsstufe.

Schon sind wieder Demonstranten auf der Straße. Die Eltern wollen keine neue Förderstufe, sondern nur die Abschaffung der alten. Die Gutmenschen, voran die Gewerkschaftler, verteufeln, malen schwarz und warnen ihre eigenen Gesinnungsgenossen vor der Benachteiligung der Benachteiligten, als ob nur sie der Retter unseres Volkes vor dem Untergang wären.

Ein bescheidene Frage: Was war eigentlich so schlecht an unserem dreigliedrigen Schulsystem, das immerhin lebenstüchtigere, und offensichtlich mehr erfolgreiche Menschen – und unter ihnen manchen Nobelpreisträger – hervorgebracht hat, als unser ständig reformiertes?

gs