Islam und Islamisten





Alle monotheistischen Religionen erheben für sich bzw. „ihren“ Gott so etwas wie einen Alleinvertretungsanspruch. Da ist der Islam keineswegs die Ausnahme. Die Juden sehen sich als "das auserwählte Volk". Christen erkennen nur einen (ihren) Gott an und daneben keinen anderen. Und für die Moslem gibt es "keinen Gott außer Allah".

Die Juden haben wohl nie missioniert, um anderen ihren Glauben aufzuzwingen. Im Gegenteil: Sie nehmen nicht einmal jeden als Juden an. Das liegt sicher auch an ihrer Geschichte. Ganz anders die Christen: Sie haben im Laufe ihrer Geschichte immer missioniert; früher mit Feuer und Schwert (vom Deutschen Orden bis zu den Eroberern Mittel- und Südamerikas), heute nur noch auf der karitativen Schiene. Sie haben Andersgläubige und Abweichler grausam verfolgt mit Inquisition und Hexenverbrennung. Erst seit der Säkularisation, der Trennung von Kirche und Staat, und mit der Reformation und der Aufklärung hat die Kirche ihre allumfassende Macht über die Menschen allmählich verloren. Und mit der Demokratisierung der Staatswesen hat sie auch einen Teil ihres früheren (mangels unabhängiger weltlicher Macht damals durchaus wichtigen) Einflusses auf die Menschen und ihr Verhalten eingebüßt.

Diese auf Dauer wohl auch für den Islam unaufhaltsame Entwicklung fürchten die Mullahs. Sie würden ihre magische und autoritäre Macht über die Gläubigen verlieren. Sie würde Ihnen schnell entgleiten, weil die Entwickliung in der heutigen Zeit viel rasanter ist als vor 500 Jahren. Deshalb kämpfen die Mullahs und unter ihrer Hörigkeit die Gläubigen mit allem Einsatz - auch dem des Hasses und des Terrors - gegen die "Verwestlichung" ihres Machtbereiches allgemein und der von ihnen beherrschten Menschen im besonderen. Deshalb auch ist "der Islam" (und nicht nur "die Islamisten"), so wie er überwiegend von den Mullahs praktiziert wird, im Gegensatz zu allen anderen monotheistischen Religionen immer noch eine ausgesprochen aggressive, ja militante Religion. Keine andere Religion ist so intolerant gegenüber Andersgläubigen und verweigert anderen das (z.B. Gotteshäuser), was sie für sich als selbstverständlich beansprucht. Keine andere ist so fanatisch und predigt wie sie Haß und Gewalt gegen „Ungläubige“ von der Kanzel und vom Katheder und macht sie den Gläubigen, ja sogar Kindern in Schulbüchern, zur Pflicht. Keine andere Religion bringt ihre Gläubigen dazu, als Selbstmordattentäter Unschuldige umzubringen oder humanitäre Helfer derart bestialisch zu ermorden (und deren Leichen gar unter Jubel und Tanz durch die Straßen zu schleifen wie jüngst in Falludscha geschehen). In keiner anderen der drei Religionen gibt es soviel Fanatismus wie er sich z.B. in einem Interview mit Zaynab Khadre, der Tochter des Al Quaida-Finanziers, ausdrückt.

Es entspricht der ebenso beliebten wie Feigheit verbergenden "political correctness", diese Tatsachen zu verschweigen. Wenn wir aber nur um des lieben Friedens und des guten Miteinander willen (das die Mullahs im Grunde nur wollen, wenn es nach ihren Regeln stattfindet), alles nur beschönigen, werden wir weder den islamistischen Terror besiegen noch eine Integration der Moslems in unsere Gesellschaft erreichen, sondern eher uns und unsere Kultur zugunsten einer uns wesensfremden aufgeben und damit kulturellen Selbstmord verüben. Der Islam muß seine Agressivität und seinen Fanatismus ablegen, der Gewalt abschwören, Andersgläubige akzeptieren und auch da toleranter werden, wo er selbst dominiert. Erst dann wird ein auskömmliches Miteinander-Leben möglich werden. Erst dann, wenn Moslems bei Beibehaltung ihres Glaubens sich den Gepflogenheiten ihres Gastlandes anpassen - so wie man das in ihren Heimatländern selbstverständlich von jedem Fremden erwartet und wie es viele Ausländer in Deutschland ja auch zeigen -, erst dann wird eine Integration wirklich Erfolg haben können.

gs