Ideenschmiede Gesundheitsministerium




Im Gesundheitsministerium werden – wie man liest - ständig neue Ideen geboren. Die Neueste: Die GKV-Kassen sollen Zusatzversicherungen der PKV verkaufen.






So neu ist die Idee nun auch wieder nicht. Schon vor 30 Jahren war nämlich eine Kooperation auf genau diesem Gebiet zwischen einigen PKV-Unternehmen und einigen Ersatzkassen sehr weit gediehen. Die Vorbereitungen waren getroffen und entsprechende Tarife lagen dem Aufsichtsamt zur Genehmigung vor. Der Bundesgerichtshof hat dann aber diese Kooperation aufgrund einer Klage der AOK's letzlich untersagt, weil sie gegen rechtstaatliche Prinzipien verstoße.
Vielleicht ist diese Rechtslage den "Sozialexperten" unter den Politikern bei ihrer Ideen-Euphorie ganz entgangen?

Übrigens:
Solche Zusatzversicherungen (z.B. fürs Krankenhaus oder den Auslandsurlaub) kann der GKV-Versicherte schon immer von der PKV direkt erwerben und tut es auch.
Außerdem:
Was soll der Vorschlag eigentlich zur Sanierung der GKV beitragen? Der könnte doch wohl erst dann etwas bringen, wenn die Leistungen der GKV auf gewisse Grundleistungen beschränkt würden, die dann individuell und je nach Bedarf durch entsprechende Zusatzversicherungen (der PKV) ergänzt werden könnten.

gs