Das Dilemma der Sozialversicherung und die neue Armut





Die Sozialversicherung leidet an Überalterung und die Gesellschaft insgesamt an der neuen Armut. Wir brauchen mehr Kinder und weniger Arme!

Also müssen wir Kinderreichtum fördern - durch Kindergeld. Aber nur bei den Sozialversicherten, weil das die Rente sichert. Die Nicht-Sozialversicherten (= Reiche) brauchen das nicht. Die können ruhig aussterben. Dann brauchten wir sie auch nicht mehr um ihr vieles Geld zu beneiden. Das gäbe es ja dann auch nicht mehr.
Und im übrigen würden wir dann auch auf einen Schlag eine ganze Menge Arme los. (???) Tatsächlich! Denn, wenn die Einkommen der Reichen wegfallen, sinkt ja das Durchschnittseinkommen und damit die Schwelle zur Armut (= 50% des Durchschnittseinkommens). Alle bisher Armen, die über der neuen Schwelle liegen, sind ab sofort reich (nicht unbedingt wirklich, aber per definitionem). Die brauchen also schon mal kein Kindergeld mehr. Und andere Transferleistungen eigentlich auch nicht. Sie sind ja nicht mehr arm! Das Kindergeld und die Transferleistungen für den noch verbliebenen Rest der Armen bringen jetzt die Bisher-noch-nicht-reich-Gewesenen auf, die ja jetzt die "Neu“- Reichen sind, weil sie mehr verdienen als das Durchschnittseinkommen.

Problem gelöst!? Vielleicht doch nicht so ganz: Die Neu-Reichen könnten nämlich auf die Idee kommen, daß sich schuften (und Steuer und Sozialversicherung für andere zahlen) für sie nun schon gar nicht mehr lohnt, wo ihnen doch jetzt - nach drastisch gestiegenen Steuern und Sozialabgaben - ohnehin kaum mehr bleibt als den Armen.

Armes Deutschland!

gs