Ausbildungsplatzabgabe


Rot-Grün hat ein Gesetz auf Halde liegen, das Arbeitgebern, die nicht oder nicht genügend ausbilden, eine Abgabe auferlegt.





Von allen Erwerbstätigen entfallen ein beträchtlicher Teil auf den öffentlichen Dienst und die Gewerkschaften. Dieser Sektor erfüllt bekanntermaßen nur eine Ausbildungsquote von 0,7% gegenüber der von Wirtschaft geforderten 7%. Wie wäre es, wenn man dem öffentlichen Dienst und den Gewerkschaften erst einmal auferlegen würde, diese Quote zu erfüllen? Allein eine solche Maßnahme würde allen 30.000 Jugendlichen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, schon einen solchen bescheren. Ach, das geht nicht, weil man dann, die Steuern und die Gewerkschaftsbeiträge erhöhen mte, um das zu finanzieren? Aber in den Unternehmen dürfen die Kosten (und damit die Preise) ruhig steigen; und die Verbraucher müssen es bezahlen?

Dieses Jahr gehen mehr als 40.000 Unternehmen pleite. Jedes dieser Unternehmen hätte im Durchschnitt nur einen Auszubildenden einstellen müssen, dann gäbe es kein Ausbildungsplatzproblem. Statt die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu ändern d.h. zu verbessern, damit die Unternehmen einstellen, wird die Politik mit einer Ausbildungsplatzabgabe noch mehr Unternehmen in die Pleite treiben und weitere Ausbildungsplätze kaputt gehen lassen und andere zum „Mitnahme-Effekt“ verleiten.

Wieviel von den 30.000 Jugendlichen, die noch keine Lehrstelle erhalten haben, sind überhaupt ausbildungswillig, wieviel überhaupt ausbildungsfähig??? Lehrlinge, die nicht rechnen und korrekt schreiben können und sich nur durch negatives Auftreten hervortun, werden auch mit Abgabe keinen Arbeitsplatz finden.

Im übrigen: Hat schon mal jemand an die Mitarbeiter in den Betrieben gedacht, die ausbilden sollen - vielleicht sogar wollen -, aber nicht dürfen, bevor sie nicht eine kostenträchtige "Eignungsprüfung" abgelegt haben!!! Und das obwohl sie seit zig Jahren erfolgreich ausbilden. Bei den Ausbildern, die erst einmal in einer Eignungsprüfung vor Bürokraten ihre Eignung zum Ausbilder nachweisen müssen, handelt es sich in der Regel um ältere, erfahrene Mitarbeiter, denen der Chef schon seit Jahren (lange vor Erlaß der Ausbildereignungsverordnung) die Ausbildung der Lehrlinge - so hießen die damals noch - anvertraut hat und die Generationen von Lehrlingen erfolgreich zu guten Handwerkern, Angestellten usw. gemacht haben. Diese Bürokratie, die auch noch erhebliche Kosten verursacht, muß vor allem einmal abgeschafft werden!

gs